Page 43 - Pan Januar 2020
P. 43

Gisela Klein-Hitpaß war es so, denn ihre Eltern besaßen in der Neustraße eine Gaststätte und ein kleines Lebensmit- telgeschäft und waren insgesamt eher konservativ eingestellt. Dazu gehörte die Meinung „Bloß nicht auffallen!“. Schrille Schuhfarben oder -formen, ausgefallene Modelle? Undenkbar. So gesehen hat auch das Elternhaus in dieser Hinsicht geprägt.
Und wie war es dann in den Jahren als Ju- gendliche? Die Seniorin muss nicht nach- denken, denn wie ein roter Faden zieht sich ihr Schuhgeschmack durch ihr ganzes weiteres Leben. „Ich habe immer Wert auf schlichte, eher damenhafte Schuhmodel- le gelegt. Die Hauptsache war tatsächlich das Leder. Und immer waren es die Far- ben schwarz, blau oder beige. Schleifen, Spangen, Knöpfe oder Schnallen hatten ihre Schuhe niemals. „Was mir auch ganz wichtig war und ist, das sind die farblich und stilmäßig passenden Handtaschen zu meinen Schuhen“, fügt Gisela hinzu.
„Bei meiner Größe von nur 1,58 Meter kann ich wunderbar Schuhe mit Absätzen tragen, also elegante Pumps auch mit hö-
heren Absätzen. Und das ist bis heute so“, lacht sie und zeigt mir ihre modischen co- gnacfarbenen Stiefeletten mit einem sechs Zentimeter hohen Absatz. „Die Pflege von Lederschuhen ist natürlich auch sehr wichtig“, fügt sie hinzu. Sie habe eher nur ein bis zwei Paar neue Schuhe oder Stiefel gekauft im Jahr, denn durch die sehr gute Pflege ihrer Lederschuhe konnte Klein- Hitpaß diese auch jahrelang weitertragen, sofern sich die Schuhmode nicht generell gewandelt hatte.
„Als ich ein junges Mädchen war, habe ich bei meiner Tante häufig auf sechs Kin- der aufgepasst. Jeden Abend musste ich dort alle Schuhe der Kinder putzen und ich stellte sie auf der Treppe von einer Stufe zur nächsten sauber aufgereiht ab. Vielleicht habe ich auch dadurch die gute Schuhpflege verinnerlicht“, lacht Gisela K.
Ihre eigenen drei Kinder bekamen hoch- wertige Lauflernschuhe, natürlich aus Le- der. Die Töchter entwickelten allerdings konträre Geschmacksrichtungen und tra- gen heute sportlich und extrem elegante Modelle, ganz ihrem eigenen Wohlfühlen
entsprechend verschiedene Stilrichtun- gen. Der Sohn mag es klassisch und ihr Partner bevorzugt konservative Leder- schuhe - deftige, elegant-maskuline Her- renschuhe. „Aber“, und hier lacht die Se- niorin herzhaft „heute trägt er auch gerne weiche Sneaker mit weißer Sohle, einfar- big und nicht unbedingt aus Leder.“ Der Grund? „Weil junge Männer die gerade auch tragen.“
43
 Hintergrundwissen zum Lederschuh
Der älteste vollständig erhaltene Le- derschuh wurde im Jahr 2008 in Ar- menien ausgegraben und auf das Jahr 3630-3380 v. Chr. datiert. Nachweislich gab es im Mittelalter etwa 800 bis 1500 n. Chr. in Europa Lederschuhe nach wendegenähter Machart sowie leder- ne Bundschuhe. Erst im 19. Jahrhun- dert wurden Schuhe mehr und mehr in Fabriken angefertigt, dadurch bedingt preiswerter als vom Schuhmacher her- gestellt und aus diesem Grund für mehr Menschen bezahlbar.
(Quelle www.wikipedia.de)
 „Endlich scharf Sehen!“
    Jetzt zum Infoabend anmelden!
    Dr. Friederike Dörner (FEBO)
Dr. Martin Dörner
Laser-24 GmbH
www.laser-24.de Königstraße 34 Bocholt Tel.: 22 66 26 · info@laser-24.de
Infoabend:
„MULTIFOKAL-LINSEN & AUGENLASER“ Operative Behandlung
von Fehlsichtigkeiten
Donnerstag, 30.01.2020, 19.30 Uhr
Anmeldung: 0 28 71 / 22 66 26
 Augenlaser | Multifokallinsen | Alterssichtigkeit | Brillenunabhängigkeit
Vital
LASER-24 GmbH










































































   41   42   43   44   45