Page 63 - PAN Dezember 2019
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  Man kann wohl mit Fug und Recht be- haupten, dass traditionelles Feiern von Generation zu Generation weitergegeben wird und die wärmenden Erinnerungen gerne von Kindern und Kindeskindern aufgenommen werden. Doch im Laufe der Zeit verändert sich auch die „Kultur“ des weihnachtlichen Feierns. So erzählt die Seniorin, dass ihr erstes Weihnachtsfest fern der Heimatinsel in Düsseldorf ganz schrecklich verlief. In der Familie ihres zukünftigen Mannes erlebte sie eine völlig andere, hektische Feier. Voller Heimweh und Nichtverstehens betrachtete sie die zukünftigen Schwiegereltern und ihren Umgang mit dem Fest. In dem Geschäfts- haushalt wurde Heiligabend so gar nicht feierlich begangen. Erst nach Geschäfts- schluss suchten alle den Baumschmuck zusammen und recht emotionslos und hektisch verlief der Abend. Wie anders war es doch zu Hause.
„Aber nach unserer Hochzeit habe ich so- fort wieder die Advents- und Weihnachts- zeit so zelebriert, wie ich es von daheim kannte. Mein Mann hat es über sich erge- hen lassen“, lacht die Seniorin, denn ihm
war ihre Art, Weihnachten zu feiern, völlig fremd. In den folgenden Jahren bekamen die Eheleute zwei Kinder und machten sich mit einem Blumenladen selbststän- dig. „Da hatten wir dann wenig Zeit am Heiligen Abend und konnten auch nicht immer zur Kirche gehen. Aber der Weih- nachtsbaum war und blieb uns allen im- mer wichtig!“
„Jetzt bin ich Witwe und lebe in einer kleineren Wohnung. Aber immer noch ist es wunderschön, Jahr für Jahr einen klei- nen, aber echten Weihnachtsbaum zu be- sorgen und aufzustellen. Zweige in einer Vase, behängt mit ein paar Kugeln – das habe ich ausprobiert. Aber das war nicht das Richtige. Es muss ein Baum sein!“
Diese überaus positiven und schönen Worte zum Thema hörte ich sowohl von Frauen als auch von Männern. Und nicht nur Seniorinnen oder Senioren lächelten bei der Frage. Auch jüngere Leute feiern so oder ähnlich das Weihnachtsfest mit einem Weihnachtsbaum. Ich habe nie- manden finden können, der diesen Brauch links liegen lässt und ich selbst bin beken-
nender leidenschaftlicher Weihnachts- baum-Schmücker.
Ihnen, liebe Leserinnen und Leser des pan, wünsche ich ganz besonders schöne, har- monische und besinnliche Feiertage. Viel- leicht kehren auch bei Ihnen warme Kind- heitserinnerungen zurück, wenn Ihr Baum festlich geschmückt seinen Duft verströmt.
Ihre Ute Boysen
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